Nach ausgeglichenen Startminuten schafften es die Emmentalerinnen schneller, den nächsten Gang einzulegen, wohingegen es Berner Oberland nicht recht gelingen wollte, in die gegnerische Zone vorzustossen und Chancen zu kreieren. Nach den ersten Toren der Oberländerinnen zur Spielmitte war im dritten Drittel ein offener Schlagabtausch zu sehen, doch Berner Oberland vermochte es nicht, die Hypothek aus der ersten Hälfte auszugleichen und verlor die Partie mit 4-2.
Es war zu Beginn ein Herantasten. Beide Teams kamen mit Ballbesitz im gegnerischen Drittel zu Chancen, doch noch fielen keine Tore. Im Verlauf des Drittels intensivierten die Emmentalerinnen den Druck, woraus Berner Oberland sich zwar befreien konnte, aber dann selten zu gefährlichen Kontern kam. Allgemein taten sich die Gäste schwer mit Auslösen, oft war kurz nach der Mittellinie oder dann in der gegnerischen Ecke fertig. Nach einem ungenutzten Powerplay der Oberländerinnen eröffnete das Heimteam mittels Freistosstor das Score und doppelte zwei Minuten vor Ablauf des Drittels in Überzahl nach.
Keine halbe Minute war gespielt im zweiten Drittel, als die Skorpions sich von hinter dem Tor in den Slot murksten, niemand den Ball unter Kontrolle bringen und Marti schliesslich ungehindert zum 3-1 einschieben konnte. In der Folge erhöhten die Emmentalerinnen den Druck mit Ball weiter. In der 26. Minute fasste sich Stoll ein Herz, preschte vor und spielte auf Maurer, welche auf perfekter Höhe einnetzte. Bis zum Ende des Abschnitts fiel je ein weiteres Tor, somit stand es zur Pause 4-2.
Berner Oberland stellte für das Schlussdrittel auf zwei Linien um. Das Spiel wurde nochmals intensiver und physisch härter. Eine resultierende Strafe gegen die Skorpions rund zehn Minuten vor Schluss blieb ungenutzt. Auch als Torfrau Bieri in den letzten Minuten Platz für eine sechste Feldspielerin machte, gab es Abschlüsse seitens Oberland, jedoch fand keiner die Lücke ins Tor und die erhoffte Aufholjagd blieb aus. Die Skorpions hatten den Unterschied somit unter anderem durch Standardsituationen gemacht und behaupten die drei Punkte für sich.
Autorin: Lara Wüthrich
Bild: Lars Kauz
